Elektrische Zahnbürste Test

Oral-B Pulsonic Slim elektrische Zahnbürste

Oral-B Pulsonic Slim SchallZahnbürste (Quelle: Amazon)

Die neuen elektrischen Zahnbürsten können im Gegensatz zu den frühen Modellen das Putzergebnis im Vergleich zu einer Handzahnbürste wirklich deutlich verbessern. Die meisten der angebotenen Produkte sind Rotationszahnbürsten und Schallzahnbürsten. Batteriebetriebene Handzahnbürsten und Ultraschallzahnbürsten sind eher Nischenprodukte.

Die ersten elektrischen Zahnbürsten waren sehr klobig und unhandlich. Die neusten Modelle sind allerdings alle sehr schlank und nehmen selbst auf Reisen kaum mehr Platz ein als einfache Zahnbürsten. Zudem reicht die Akkulaufzeit bis zu 14 Tage. So dass man das Ladegerät nicht konstant benötigt.

Funktionsweisen von elektrischen Zahnbürsten

Der direkte Nachfolger der ersten Elektrozahnbürsten-Generation sind die Rotations-zahnbürsten. Hierbei lässt ein normaler Elektromotor einen runden Bürstenkopf hin- und herrotieren. Manche Modelle bieten eine gleichzeitige Pulsation: Zusätzlich zur Rotation pulsiert der Bürstenkopf in Richtung Zähne, sodass ein Teil der Borsten auch die Zähne seitlich (in den Zahnzwischenräumen) säubert.

Schallzahnbürsten setzen auf eine andere Art des Antriebs, um den Bürstenkopf zu bewegen. Statt des Elektromotors wird ein Schallwandler benutzt. Dieser versetzt die Bürste in Schwingungen (parallel zum Zahn) mit einer Frequenz von 250-300 Hertz.

Die hochfrequente Bewegung der Bürsten reinigt nicht nur mechanisch sehr intensiv, sondern erzeugt auch eine mikrodynamische Strömung, die ebenfalls zur Reinigung der Zahnzwischenräume beiträgt. Der erzeugte (hörbare) Schall hat keine Reinigungswirkung. Der Begriff „schallaktiv“ ist diesbezüglich irreführend.

Ultraschallzahnbürsten reinigen tatsächlich mit Schall. Denn Ultraschall ist in der Lage in Flüssigkeiten Bläschen zu erzeugen und diese zur Implosion zu bringen. Dieses Prinzip der Kavitation wird auch in Ultraschallreinigungsgeräten benutzt.

Beurteilung der elektrischen Zahnbürstenmodelle

Die meisten Batteriezahnbürsten bringen keine erhebliche Verbesserung des Putzergebnisses gegenüber Handzahnbürsten und müssen spätestens nach 3 Monaten komplett entsorgt werden (s.u. bei Tests). Da es kaum echte Ultraschall-zahnbürsten auf dem Markt gibt und keine Tests von unabhängigen Stellen zu ihrer Effizienz und Wirkung auf das Zahnfleisch, kann man nur von den momentanen (7/2012) Benutzer-Erfahrungen ausgehen. Diese sind sehr widersprüchlich, sodass der Kauf einer Ultraschallzahnbürste nicht unbedingt ratsam ist.

Bei rotierenden Modellen ist der Bürstenkopf sehr klein. Diese Art der Putzmethode ist eher für geduldige Putzer, die eigentlich schon mit der Handzahnbürste recht gründlich waren, geeignet. Denn hierbei muss jeder Zahn einzeln bearbeitet werden. Hält man sich daran, werden die Zähne sauberer als manuell geputzt. Der Vorteil: Die Ersatzbürsten sind in der Regel billiger als bei Schallzahnbürsten.

Die größere Bürste und die hohe Frequenz der Putzbewegungen machen die Schallzahnbürste auch für eher unmotivierte Putzer zu einem guten Werkzeug. Außerdem kommt dieses System der empfohlenen Handputztechnik -„von Rot nach Weiß“ und „mit rüttelnden Bewegungen“ – am nächsten.

Insgesamt kann man sagen, dass unter den „Nicht-Schall“-Zahnbürsten zurzeit nur das rotierend-pulsierende Bewegungsmuster der Oral-B-Reihe in der Reinigungsleistung mit den guten Schallzahnbürsten mithalten kann.

Ausstattung von elektrischen Zahnbürsten

Beim Preisvergleich der verschiedenen Modelle muss man beachten, dass die Angebote sich im Zubehör deutlich unterscheiden. Manchmal gibt es zeitlich begrenzte Sonderangebote mit einem zweiten Handstück oder einem zusätzlichen Satz Bürstenköpfe. Viele der neueren Zahnbürsten haben einen „Quadranten-Wechsel-Timer“, andere eine UV-Reinigungsstation (UV-A-Bestrahlung tötet Bakterien auf den Bürsten). Viele Hersteller bieten sogenannte Einsteigermodelle ohne Zusatzausstattung sehr günstig an. Langfristig muss auch der Preis für Ersatzbürstenköpfe bedacht werden.

Elektrische Zahnbürsten gibt es von diesen Herstellern

  • Carrera
  • Curamed (Aldi)
  • Dontodent (dm)
  • Grundig
  • Omron
  • Oral B (Braun)
  • Panasonic
  • Perlodent (Rossmann)
  • Philips
  • Sanitas
  • SensiDent (Müller)
  • Waterpik

Elektrische Zahnbürsten Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat im Mai 2011 neun Akku-Zahnbürsten sowie exemplarisch eine batteriebetriebene Handzahnbürste getestet. Hier wurden neben der Zahnreinigung hauptsächlich die Handhabung, der Aufwand bei der Gerätereinigung und die Akkulaufzeit sowie die Umwelteigenschaften beurteilt. Die Batterie-Zahnbürste konnte nur mit „ausreichend“ bewertet werden.

Im April 2012 hat das ETM Testmagazin sieben elektrische und fünf Schall-Zahnbürsten getestet. An erster Stelle stand die Zahnreinigung bei gleichzeitiger Schonung des Zahnfleisches. Bewertet wurden auch Ausstattung, Verarbeitung sowie die Bedienungsanleitung. Das Endergebnis wird hier in Prozent beziffert.

Das überraschende Ergebnis: Auch etwa ein Jahr später sind die Testsieger dieselben. Die elektrischen Zahnbürsten der Drogeriemärkte hingegen kamen nach wie vor nicht über ein „befriedigend“ hinaus.

Elektrische Zahnbürsten Empfehlungen

Testsieger ETM Testmagazin (4/2012) und Stiftung Warentest (5/2011):

Fazit: einfach saubere Zähne

Durch die erhöhte mechanische Einwirkung auf den Zahnschmelz kommt es zu einer stärken Abrieb des Zahnschmelzes bzw. der Zahnhälse. Deshalb sollten elektrische Zahnbürsten nur in Kombination mit Zahnpasta benutzt werden, die einen niedrigen Abrasionswert (20-30 RDA) haben.

Das „natürliche Weiß“ der Zähne, wie es in der Werbung so schön heißt, ist leicht gelblich. Das strahlend-weiße Hollywoodlächeln kann man nur durch Bleaching oder Veneers (dünne, weiße Keramikverschalung) erreichen.


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