Zahnpasta Test

Zahnpasta ist für den Erhalt unserer Zähne nur deshalb nötig, weil sie Fluorid enthält, das sich im Zahnschmelz vorübergehend einlagert und ihn so härtet. Alles andere, wie die Entfernung der Essensreste und des Zahnbelags sowie die Gesunderhaltung des Zahnfleisches muss über die Putztechnik und den Einsatz von Zahnseide oder Interdentalzahnbürsten bewerkstelligt werden.

Inhaltsstoffe von Zahnpasta

Die Schaumbildner sind dafür da, dass während des Zähneputzens der Speichel nicht aus dem Mund tropft. Die Putz- oder Schmirgelkörper, die in Zahnpasta enthalten sind, dürfen nicht härter als der Zahnschmelz sein, sonst würde der Zahn beschädigt. Eine gute Zahnbürste ist schon ohne Zahnpasta in der Lage Ablagerungen zu entfernen. Ebenso wie die Putzkörper sind alle anderen Inhaltsstoffe überflüssig bis schädlich. Tatsächlich ist die Zielsetzung bei der Auswahl der richtigen Zahnpasta, eine zu finden, die das Zahnfleisch nicht beeinträchtigt.

Auf der Liste der Wirkstoffe, die eine Zahnpasta nicht enthalten sollte, steht Natriumlaurylsulfat (NLS) als Schaumbildner an erster Stelle. Es ist hautreizend und bringt das Zahnfleisch zum Quellen. Danach kommen halogenorganische Verbindungen, die Chlor, Brom und Jod enthalten und Allergieauslöser sind. Weiterhin sollten Polyethylenglycole (PEG) und PEG-Derivate gemieden werden. PEG macht die (Schleim-)Haut durchlässig für Wirkstoffe, aber auch für Keime.

Für Allergiker sind hauptsächlich Gluten, Eugenol (Duftstoff) und Propolis (Bienenleim), die in Zahnpasten enthalten sein können, gefährlich.

Prophylaxe und Behandlung von Entzündungen

Ist der Mundraum gesund, bietet die richtige Putztechnik die beste zahnmedizinische Prophylaxe. Der Satz „von Rot nach Weiß“ beinhaltet zwei Grundgedanken:

  1. Das Zahnfleisch wird massiert und die verbesserte Durchblutung hält es straff und gesund.
  2. Der Zahnbelag, der sich vor allem am Zahnfleischsaum sammelt, soll auf keinen Fall in mögliche Zahnfleischtaschen geschoben werden.

Die Mundflora ist im Normalfall selbst in der Lage, schädliche Keime in Schach zu halten. Antibakterielle Wirkstoffe bringen ihre Zusammensetzung nur durcheinander. Liegen Entzündungen vor, sollten diese gezielt behandelt werden. Sofern Hausmittel wie Kamille oder Nelkenöl nicht helfen, muss ein Arzt konsultiert werden.

Weiße Zähne und Abrasion

Das strahlend weiße Hollywood-Lächeln ist eine Illusion. Selbst mit gesundheitsschädlichem Bleaching kann es nicht erreicht werden. Eine kurzfristige optische Aufhellung kann durch fluoreszierende Partikel erzeugt werden, die (nur) unter UV-Licht ein kaltes Leuchten abgeben. Diese sind in manchen Zahnweißcremes enthalten. Werden sie von Essen, Trinken oder Speichelfluss entfernt, sieht der Zahn wieder aus wie vorher.

Die meisten Zahnweißcremes enthalten aggressivere Putzkörper. Um die Zähne nicht nachhaltig zu schädigen, sollte man auf den Abrasionswert (RDA) achten. Die Empfehlung der Zahnärzte liegt bei einem RDA zwischen 40 und 80. Bei sensiblen Zähnen zwischen 20 und 30 RDA. Zahnweißcremes haben Werte bis zu 200 RDA.

Zahnpasta bieten viele Marken an:

  • Aldi
  • Colgate-Palmolive
  • DENTAL-Kosmetik GmbH
  • dm
  • Dr. Rudolf Liebe
  • Dr. Scheller
  • Dr. Theiss Naturwaren
  • Gaba GmbH
  • GlaxoSmithKline
  • Henkel
  • Laverna GmbH
  • Lidl
  • Natur Hurtig
  • One Drop Only
  • Procter & Gamble  Wella (P&G)
  • Rossmann
  • Schlecker
  • Synpart GmbH
  • Weleda AG

Zahnpasta Testkriterien

Der aktuellste Test (4/2012) der Zeitschrift Ökotest beschäftigte sich mit Zahnweißcremes und kam zu dem Schluss, dass keine die Zähne dauerhaft weißer macht. Dieses falsche Werbeversprechen führte bei dem letzten Test der Stiftung Warentest (4/2011) sogar zur Abwertung. Es wurden einfache Zahnpasten, Zahnweißcremes und Zahncremes für empfindliche Zähne getestet.

Zahnpasta Testkriterien

Bei Zahncremes lassen sich die Testkriterien leicht zusammenfassen:

  • Wie hoch ist der Fluoridgehalt
  • Wie stark ist die Abrasion
  • Gibt es schädliche Inhaltsstoffe
  • Wie irreführend ist die Werbung
  • Wie hoch ist der Preis

Da Fluorid auch auf anderem Weg dem Körper zugeführt werden kann, muss Zahnpasta keines enthalten. Ist Zahnpasta die hauptsächliche Fluoridquelle sollte der Fluoridgehalt zwischen 1000 – 1500 ppm liegen.

Zahnpasta Empfehlungen

Die Preis-Leistungs-Sieger bei allen Zahnpasta-Arten mit sehr guten Endnoten stammen aus Discountern und Drogeriemärkten.

Testsieger einfache Zahnpasta:

  • Eurodent Aktiv Fresh (Aldi Nord)
  • Friscodent Cool Fresh (Aldi Süd)
  • Perlodent med Perfect Plus (Rossmann)
  • Dontodent Intensiv-Clean (dm)
  • Colgate Fresh Gel

Testsieger Zahnweißcreme:

  • Eurodent Zahnweiß Fresh&White (Aldi Nord)
  • Friscodent Zahnweiss (Aldi Süd)
  • Perlodent med Dental Weiss (Rossmann)
  • Blend-a-med 3 D weiß

Testsieger Zahnpasta für empfindliche Zähne:

  • salvamed 40 vital (Lidl)
  • Elmex Sensitiv
  • Signal Optimal 4

Fazit: regelmäßig putzen ist am wichtigsten!

Das Geld, das man an teueren Zahnpasten spart, kann man in einen häufigeren Wechsel der Zahnbürste investieren. Ältere Zahnbürsten sind nicht nur Keimherde, sondern sie werden auch durch Abnutzung scharfkantig und verletzen so das Zahnfleisch. Gesundes Zahnfleisch ist eine Voraussetzung für gesunde Zähne. Grundsätzlich gilt: nur wer regelmäßig die Zähne putzt kann von Zahnpasta profitieren. Wer nach jedem Essen die Zähne putzt kann auch mit einer nicht so guten Zahnputzcreme bessere Ergebnisse sehen als jemand der nur ein Mal am Tag mit der Besten putzt.


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